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Tibet
Gangdschong - Das „Land des Schnees"
hat in der Völkergeschichte sehr bewegte Zeiten durchlebt und durch seine fast völlige Abgeschlossenheit während der letzten Jahrhunderte ist die Geschichte der tibetischen Hunderassen nur sehr schwer nachzuvollziehen. Die extrem hoch liegenden Siedlungsgebiete begünstigten die Abgeschiedenheit des Landes, speziell von Europa. Dies und die Verbreitung des Buddhismus im Zuge der völkergeschichtlichen Bewegungen durch die mongolischen und chinesischen Eroberungskriege sowie die kulturellen Einflüsse der Handelsverbindungen nach Mongolei und China im Norden und Osten, Persien, Indien und Kleinasien im Süden und Westen beeinflußten die Entwicklung der heutigen tibetischen Hunderassen wesentlich. Die Entwicklung der tibetischen Hunderassen läßt sich ohne Betrachtung der Lebensweise dieses mongoloiden Bergvolkes nicht beschreiben. Die Besiedelung des tibetischen Hochlandes durch nomadisierende Stämme erfolgte aus dem Nordosten. Hütehunde gehörten zu ihren Yak-, Schaf- und Ziegenherden. Die Aufgabe dieser Hütehunde bestand auf Grund der bewegten Lebensweise nicht nur aus dem Behüten der Herden, sondern auch aus dem Bewachen der Zelte mit dem Hausrat, den Frauen und der Kinder. Nach der Verbreitung des Buddhismus im 7. Jahrhundert spielte Jagd kaum mehr eine Rolle. Die vor etwa 2500 Jahren nach Tibet eingewanderten mongolischen Tschiang-Stämme und die der Mon-Khmer Gruppe wanderten jahreszeitlich bedingt zwischen Weide- und Wohngebieten und die Stammesgebiete wurden jeweils durch Berggipfel begrenzt. Der auch heute noch verwendete Name Tibet's - „Böyül" - erklärt sich aus den unterschiedlichen Warn- und Erkennungsrufen mit denen sich die Stämme und Horden damals verständigten. Böyül ist das Land der Rufe. Die Wurzeln der vereinzelt noch heute existierende Bön-Religion liegen in den unvorstellbaren Naturgewalten und der Unberechenbarkeit der Wetterumschläge, die an einem Tag die Schönheiten und Unbilden aller 4 Jahreszeiten entstehen lassen können. In der gewaltigen Bergwelt entstanden alle möglichen Formen von Aberglauben aus Existenzangst und Furcht vor den mächtigen Naturgöttern. Alldem zum Trotz waren die Horden und Stämme nicht nur unterwürfige und furchtsame Nomadenverbände sondern es waren auch gefürchtete und raubgierige Stämme die aus dem Hochland nach Indien und China einfielen um zu plündern und zu rauben. Srongtsen Gampo, der erste tibetische König, wollte die Welt nicht nur durch Krieg sondern auch durch Diplomatie erobern und schickte Gelehrte sum Studium nach Indien. Diese entwickelten nach ihrer Rückkehr das tibetische Alphabet und brachten den Gedanken des Buddhismus mit. In den Chriniken wird berichtet, daß Srongtsen Gampo, obwohl er schon drei tibetische Frauen hatte, im Jahr 639 die nepalesische Prinzessin Bhrikuti und 641 die chinesische Prinzessin Wencheng heiratete um dadurch den Buddhismus ins Land zu holen. Es entstand bald ein reger Wettstreit zwischen den beiden buddhistischen Frauen um die rasche Einführung der buddhistischen Lehre. Der erste Regierungspalast am „roten Berg" in Lhasa, dort, wo 1000 Jahre später der Potala, der „rettende Hafen", unter dem 5. Dalai Lama errichtet wurde, entstand 645 durch Srongtsen Gampo . Gleichzeitig ließ Königin Wencheng den Dschokhang und Königin Bhrikuti den Ramotsche-Tempel errichten. Beide Tempel in Lhasa sind bis heute sehr berühmt. Durch die Vermischung der alten Bön-Religion und des Buddhismus entstand die heutige Form des tibetischen Buddhismus der das tibetische Volk in Lamas und Glaubenslaien teilte. Die Lamas (Lehrer, Obere) tielten sich nochmals in 5 Stände wobei die niedrigsten die wenig geachteten Arbeitslamas waren und die oberen aristokratischen Stände übten die Staatsmacht aus. Nach der freiwilligen Unterwerfung Tibet's unter die Mongolenherrschaft gelang es den tibetischen Priestern die mongolischen Herrscher zum Lamaismus zu bekehren. Die Lamas der „Rotmützen" kamen freiwillig oder auch unter Zwang an den Mongolenhof, um Klöster zu gründen und die neue Religion zu lehren. Die daraus entstehende Zweckgemeinschaft brachte beiden Völkern über Jahrhunderte Vorteile. Die Mongolen fühlten sich als weltliche Schutzherren über Tibet und standen unter dem geistlichen Schutz der tibetischen Großlamas. Die ersten Berichte über tibetanische Hunde kamen durch Marco Polo der 17 Jahre am Hof Chubilai Chans lebte und in seinen Reiseerzählungen die beeindruckenden Hunde Tibet's und die Hunde am Hofe in Peking erwähnte. 1913 kam es zur de facto Selbständigkeit Tibet's und 1951 wurde zwischen der VR China und dem 14. Dalai Lama ein Abkommen geschlossen mit dem Tibet praktisch ein Bestandteil des chinesischen Staatsgebietes wurde. In der Zeit der Kulturrevolution gab es in Lhasa schwere Zerstörungen und damit wurde auch der größte Teil der Hunde vernichtet. In den letzen Jahrzehnten begann man in ganz Tibet viele Klöster zu restaurieren und die Wahrzeichen der alten tibetischen Kultur wiederherzustellen.
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Tibet - Land des Schnees
